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Marion in den Medien
Hier könnt Ihr in Auszügen sehen, wer über mich berichtet.

Linsenhoff tritt zurück – Sporthilfe in der Krise
"Es hat mich traurig gestimmt, dass Frau Linsenhoff, obwohl wir ihr das Vertrauen ausgesprochen haben, zurückgetreten ist", sagte die einzige Frau und einzige aktive Athletin im Aufsichtsrat, Hockey-Nationalspielerin Marion Rodewald (31). "In der Öffentlichkeit hat sie ein sehr gutes Bild abgegeben und ist gerade bei uns Sportlern gut angekommen."... Die Zeit drängt nun für die Suche nach einem Nachfolger auf dem ehrenamtlich besetzten Vorstandsposten. "Es wäre schön, wenn man sich in der Generation Linsenhoff umschauen würde. Ihr ‚sportlicher, junger Wind’ hat der Deutschen Sporthilfe gut getan", findet Rodewald. Sie ahnt jedoch: "Es wird wohl keiner freiwillig aufspringen und rufen: Ich will!"..."
Die Welt, 23. September 2008

"Grünes Band" für die erfolgreiche Hockey-Talentschmiede Uhlenhorst
"Zu den fünf NRW-Clubs, die in diesem Jahr von der Dresdner Bank und dem Deutschen Olympischen Sportbund  (DOSB) mit dem "Grünen Band für vorbildliche Talentförderung im Verein" ausgezeichnet wurden, zählt der HTC Uhlenhorst. Am Mittwochabend war die Preisverleihung in den Räumen der Dresdner Bank Düsseldorf. Die Mühlheimer Delegation mit dem HTCU-Vorsitzenden Christian Hänel, Hockeyobmann Horst Stralkowski, Schatzmeister Stefan Weiss sowie zwei Jugendtrainerinnen und einem -trainer freute sich über die Förderprämie in Höhe von 5000 Euro, die der Jugendabteilung zukommen wird. Dr. Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes und Chef de Mission bei den Olympischen Spielen in Peking, betonte in seiner Laudatio, dass alle in Peking gestarteten Sportlerinnen und Sportler aus Vereinen hervorgegangen seien und bezeichnete die Jugendarbeit als "Grundlage aller Erfolge". Das bestätigten die "Grüne Band"-Botschafterinnen Britta Heidemann, die in Peking die Goldmedaille im Degenfechten gewann, und die aus der Jugendabteilung des HTCU stammende Hockey-Nationalspielerin Marion Rodewald, 2004 in Athen Olympiasiegerin und Vierte bei den diesjährigen Sommerspielen..."
WAZ, 5. September 2008

Hockey-Damen müssen "Chinesische Mauer" überwinden
"Die Kulisse fast komplett gegen sich, eine ganze Nation als Gegner: Auf dem Weg zum Olympia-Gold müssen die deutschen Hockey-Damen eine "chinesische Mauer" bezwingen...

Die Hockey-Damen von Trainer Michael Behrmann strotzen vor Selbstvertrauen. Auch Spielführerin Marion Rodewald, Verbliebene aus dem als "Wundertüten" verschrienen Gold-Team von Athen, ist vor der Partie nicht bange: "Wir werden den Chinesinnen gerade vor deren Publikum nichts schenken. Das zeichnet unsere Mannschaft aus: Dass sie selbstbewusst, konstant und mutig spielt." Die Vorzeichen für die Europameisterinnen stehen gut: Bei der Champions Trophy im Mai in Mönchengladbach gewannen sie gegen China 2:0. "Wir wissen also, wie es geht", kommentierte Behrmann gelassen...

"Als wir hier hingefahren sind, haben wir nicht den Druck gespürt, die Goldmedaille verteidigen zu müssen. Wir sind superglücklich in der Situation, in der wir uns befinden", sagte Rodewald vor dem neuerlichen Duell mit China zur "High-Noon-Zeit" im heimischen Deutschland..."
www.sueddeutsche.de (dpa), 20. August 2008

Deutsche Hockey-Damen: Der FC Bayern des Hockey

"Die deutschen Damen spielen in diesem Turnier nicht immer schön, aber sie gewinnen. Zudem holten sie mit eiserner Moral einen 0:1-Rückstand auf und schlugen die US-Amerikanerinnen am Ende mit 4:2... Dritter Sieg im dritten Spiel: Die deutschen Hockey-Damen marschieren im Eiltempo Richtung Halbfinale bei den Olympischen Spielen. Die Titelverteidigerinnen von Trainer Michael Behrmann bezwangen am Donnerstagmorgen in Peking die USA mit 4:2 (1:1). Torhüterin Kristina Reynolds mit einer Top-Leistung, exzellente Strafecken und ein starker Willen waren für die Wende nach dem 0:1-Rückstand verantwortlich. Für die Tore sorgten vier der sechs im Team verbliebenen Olympiasiegerinnen: Natascha Keller (34.) sowie Fanny Rinne (49.), Marion Rodewald (28.) und Anke Kühn (64.) jeweils nach Strafecken. Für die USA trafen Tiffany Snow (27.) und Angela Loy (61.). "Wir sind sensationell ins Turnier gestartet", kommentierte Behrmann, "die Mannschaft ist mit der Brechstange zurückgekommen. Ihr war der Siegeswille anzumerken." Die Behrmann-Damen verteidigten in der Gruppe B damit ihre Tabellenführung und können sich praktisch auf den Einzug in die Runde der besten vier vorbereiten. Nächster Gegner ist am Samstag Argentinien..."
Financial Times Deutschland, 14. August 2008

Herzenswunsch der Hockey-Damen

"... Die Mannschaft, in der sechs Olympiasiegerinnen von 2004 stehen, scheint kaum etwas aus dem Konzept bringen zu können. Übermut macht sich deswegen aber nicht breit. "Jeder ist heiß darauf, uns zu schlagen", weiß Spielführerin Marion Rodewald, die in Athen nach einer Zitter-Vorrunde inklusive Herzschlag-Halbfinale den Olymp mitbestieg..."
www.sueddeutsche.de, 13. August 2008

Hockey-Damen: Traumstart mit fünf Toren

"Auftakt nach Maß für den Titelverteidiger: In einer wahren Regen-Schlacht fertigten die deutschen Hockey-Damen um die beiden Superstars Fanny Rinne und Marion Rodewald Großbritannien mit 5:1 ab. Ein weiterer Sieg und das Halbfinale würde immer näher rücken..."
www.stern.de, 10. August 2008

„Wir haben uns China nicht ausgesucht“

"Vor dem Abflug am Freitag zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking sprach die Kapitänin der deutschen Hockey-Nationalmannschaft mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Sind Sie so kurz vor den Olympischen Spielen noch aufgeregt oder hat sich das im Laufe der Jahre erledigt?
MARION RODEWALD: Zu den Olympischen Spielen aufzubrechen ist etwas völlig anderes als zu einem einfachen Länderspiel. Und auch anders als zur Europa- oder Weltmeisterschaft, das ist einfach nicht vergleichbar. Das kommt schon daher, dass wir alle in offizieller Olympiakleidung reisen und in einer großen Gruppe mit anderen Athleten unterwegs sind. Das fängt schon ganz schön an zu kribbeln.

Wie sahen denn die Vorbereitungen in den vergangenen Wochen und Tagen aus?

RODEWALD: Wir haben viel Zeit innerhalb der Mannschaft verbracht und haben hart trainiert. Außerdem waren wir bis vor kurzem in einem Trainingslager in der Schweiz, zur Teambildung. Da haben wir Flöße und Brücken gebaut und sind auf einen 2300 Meter hohen Berg gestiegen. Übernachtet haben wir einmal auf einer einsamen Hütte mit Plumpsklo, so etwas schweißt ganz schön zusammen. Jetzt konnten wir noch mal zehn Tage verschnaufen. Ich war mit meinem Mann ein paar Tage in Holland zum Abschalten.

Wie gegenwärtig sind für Sie noch der Konflikt um Tibet und die Diskussion um den Boykott der Spiele? Schmälert das die Vorfreude?
RODEWALD: Die Medien haben sich verständlicherweise auf den politischen Aspekt der Spiele fokussiert. Allerdings hat sich keiner von uns ausgesucht, dass die Spiele in China stattfinden. Und gerade wir Athleten können auch nicht viel bewirken. Unser olympisches Dorf ist wie eine Insel, wir werden da gar nicht so viel mitbekommen. Ich hoffe, dass wir uns einfach nur auf unseren Sport konzentrieren können und dass es keine Ausschreitungen gibt. Es war schon traurig, den problematischen Fackellauf anzusehen.

Sind denn Protestaktionen vonseiten der Athleten geplant?
RODEWALD: Von den deutschen Teams eher nicht. Vielleicht höchstens von Einzelnen, die dann nicht zur Eröffnungsveranstaltung gehen. Aber die Frage ist eben auch, ob die Chinesen realisieren, warum man eigentlich nicht zur Eröffnungsfeier geht. Und ob ein Boykott überhaupt die gewünschte Wirkung erzielt. Vielleicht haben die Leute mehr davon, wenn wir etwas von unserer Art zu leben mitbringen und ein Stück Offenheit transportieren.

Haben Sie Angst, dass Sie sich möglicherweise nicht frei bewegen können, dass Sie unter Beobachtung stehen als ausländische Athletin?
RODEWALD: Ich hoffe, dass das IOC die Fäden im olympischen Dorf in der Hand hält und dass wir uns da ganz normal und sorgenfrei verhalten können. Klar wurde mal im Vorfeld gemunkelt, dass wir in verwanzten Appartements wohnen, dass man ausgehorcht wird. Dass da aber wirklich Spitzel durchs Dorf laufen, ist eher eine Horrorvision, hoffe ich.

Kommt Ihr Mann mit nach Peking, zum Anfeuern?
RODEWALD: Ja, er kommt nach. Allerdings wird er nicht so viel von mir haben während der Wettkämpfe. Er ist ja auch nicht bei mir im olympischen Dorf untergebracht, das ist ganz klar geregelt. Allerdings bekommt er bei Gelegenheit eine Tagesakkreditierung, damit ich ihm alles mal zeigen kann. Abends muss er dann eben wieder gehen, das ist bei uns anders als bei den Fußballern.

Wie werden denn die ersten Tage in Peking ablaufen?
RODEWALD: Wir haben erst mal noch neun Tage Zeit bis zum ersten Spiel. Da wird dann noch trainiert, außerdem haben wir zwei Trainingsspiele gegen Spanien und China. Es ist natürlich wichtig, den Platz kennenzulernen, schließlich spielt es sich überall anders. Die Hockeyschläger haben wir jetzt alle für ein paar Tage nicht mehr in die Hand genommen, damit wir in Peking richtig heiß aufs Spielen sind.

Sie sind ja schon Olympia-erfahren - kann man sich die Stimmung im olympischen Dorf ein bisschen so vorstellen wie auf einer Klassenfahrt, mit durchgefeierten Nächten?
RODEWALD: Solange man im Rennen ist, ist jeder sehr fokussiert auf seinen sportlichen Erfolg. Man tauscht sich natürlich mal beim Essen aus und fragt die anderen, wie es bei ihnen so läuft. Bei denen, die ihre Wettkämpfe abgeschlossen haben, ist dann Party angesagt. Die wissen aber genau, dass andere noch im Wettkampf sind, nehmen Rücksicht und kommen dann zum Spiel und machen Stimmung.

Bleibt für Sie zwischendurch auch mal etwas Zeit für China? Können Sie sich das Land angucken?
RODEWALD: Wir haben uns vorgenommen, in den neun Tagen vor dem ersten Spiel mal zur Chinesischen Mauer zu fahren, das war unser Wunsch als Mannschaft. Es darf allerdings alles nicht zu anstrengend sein, wegen des Klimas. In der Wettkampfphase werden wir kein Sightseeing machen. Möglicherweise gehen wir mal zum Basketball oder zum Handball. Ansonsten beschäftigt man sich eben so, wir haben jede Menge Spiele dabei. Und natürlich spaziert man anfangs erst mal euphorisch mit offenen Augen und Ohren durchs Dorf, schließlich findet gerade Olympia um einen herum statt. Für die Jüngeren ist es natürlich auch spannend, mal die internationalen Stars zu sehen, die da rumlaufen.

Gibt es für Sie jetzt bis zu ihrer Rückkehr am 25. August chinesisches Essen?

RODEWALD: Nein, es gibt eine riesige Mensa mit allem, was man sich so vorstellen kann. Das ist beinahe wie im Schlaraffenland, man kann dort 24 Stunden am Tag essen. Egal, ob man Lust auf McDonald's, Geschnetzeltes, Pizza, Pasta oder Sushi hat. Das chinesische Angebot nimmt vielleicht so 30 Prozent ein.

Was glauben Sie, gibt es eine Medaille in Peking für die deutschen Hockeyfrauen?
RODEWALD: Das Potenzial ist definitiv da, das haben Erfolge wie der Gewinn der Europameisterschaft gezeigt. Allerdings weiß ich aus der Erfahrung der vergangenen Olympiaden, dass Vorhersagen sehr schwierig sind. In Sydney waren wir schlechter, in Athen viel besser als erwartet. Die Voraussetzungen sind allerdings gut: Alle im Team sind gesund, gut trainiert und freuen sich, dass es endlich losgeht."
Kölner Stadtanzeiger, 1. August 2008


Deutsche Hockey-Teams gelten als Medaillenbank
"Die erfolgsverwöhnten deutschen Hockey-Asse wollen in Peking ihrem Ruf als olympische Medaillenbänke einmal mehr gerecht werden. Vier Jahre nach dem "Goldrausch" durch das sensationell siegreiche Damen-Team und dem Gewinn der Bronzemedaille durch das "starke Geschlecht" in Athen zählen beide Vertretungen des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) erneut zum Kreis der Edelmetall-Aspiranten... Die DHB-Damen haben nach dem Gold-Coup von Athen wiederholt auch bei bedeutenden Turnieren bewiesen, dass sie im "Konzert der Großen" inzwischen an einem guten Tag gegen jeden Gegner der Welt bestehen können. So gewannen sie vor zwei Jahren im niederländischen Amstelveen ausgerechnet im Land des Erzrivalen erstmals die Champions Trophy der sechs weltbesten Teams durch ein 3:2 im Endspiel gegen China. Und im Vorjahr setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Michael Behrmann im EM-Finale in Manchester mit 2:0 gegen den klar favorisierten Weltmeister Niederlande durch - und löste damit zugleich das begehrte Olympia-Ticket direkt..."
www.sueddeutsche.de, 7. Juli 2008

Sechs "Golden Girls" auch in Peking dabei
"Hockey-Bundestrainer Michael Behrmann hat sechs Wochen vor dem Beginn der Olympischen Spiele seinen Kader für das Turnier in Peking berufen, wo die Frauen des Deutschen Hockey-Bundes als Athen-Olympiasieger gefordert sind. Im 16-köpfigen Aufgebot stehen noch sechs "Golden Girls", die 2004 im Finale gegen die Niederlande triumphierten. Eckpfeiler in der Auswahl sind Mannschaftskapitän Marion Rodewald (RW Köln), Abwehrchefin Tina Bachmann (Eintracht Braunschweig), Mittelfeld-Regisseurin Fanny Rinne (HDM Den Haag) und Rekordtorschützin Natascha Keller (Berliner HC), die in Peking bereits ihre vierten Olympischen Spiele bestreitet. Auch Mandy Haase (Mannheimer HC) und Anke Kühn (Braunschweig) gehörten bereits dem "Wundertüten-Team" von 2004 an..."
www.handelsblatt.com, 27. Juni 2008

Mit Olympiasiegern durch den Englischen Garten
"Zum kostenlosen Lauftreff der HVB Betriebskrankenkasse begleiten auch Sportstars die Hobbyjogger /  Marion Rodewald zu Gast
Die junge Frau mit den sichtbar durchtrainierten Oberschenkeln stellte sich der Läuferschar in knappen, freundlichen Worten vor. „Hallo, ich bin die Marion“, sagte sie, „ich laufe heute mit Euch.“ Und dann übernahm sie beschwingten Laufschrittes auch sogleich die Führungsarbeit auf dem einstündigen Weg durch den Englischen Garten. Die Bereitwilligkeit, mit der die Jogger der sportiven Dame folgten, hatte einen guten Grund. Immerhin handelte es sich bei ihr um eine Olympiasiegerin: Marion Rodewald, Kapitänin des deutschen Hockeyteams, das 2004 in Athen in sensationeller Manier Gold gewann. Eine derart prominente Vorläuferin hebt die Stimmung, die Motivation im Joggerfeld. Weswegen die Veranstalter des regelmäßigen Lauftreffs (ein Projekt der HVB Betriebskrankenkasse) schon mehrfach auf Zugpferde aus der Sportszene setzten..."
Münchner Merkur, 07./08.06.2008


Hockey-Frauen verlieren Champions-Trophy-Finale
"Den zweiten Titel knapp verpasst, aber viel Selbstvertrauen für die erneute Operation Gold bei den Olympischen Spielen in Peking gesammelt: Deutschlands Hockey-Frauen haben trotz der 2:6 (1:3)-Niederlage im Finale gegen Argentinien bei der 16. Auflage der Champions Trophy in Mönchengladbach ihre Ambitionen auf eine Medaille in China eindrucksvoll unterstrichen. Erst im Finale endete die Erfolgsserie der von Bundestrainer Michael Behrmann erfolgreich verjüngten Olympiasiegerinnen von Athen 2004. Dort scheiterte die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) an der Effektivität von Ex-Weltmeister Argentinien, der seinerseits zum zweiten Mal nach 2001 die Trophy gewann... Dort hatte sich aber auch gezeigt, wie dicht die Weltspitze im Frauen-Hockey zusammengerückt ist. „Jeder kann jeden schlagen“, meinte Behrmann, der aber auch bei allen Teams noch Steigerungsmöglichkeiten sah. „Klar ist, dass unser Trophy-Niveau für Peking noch nicht reicht. Aber wir haben ja auch noch zehn Wochen Zeit."
Die Welt, 25. Mai 2008

Politik und Mode - Sportler auf ungewohntem Terrain
"Auf dem Laufsteg von Düsseldorf haben Sportler die Olympia-Kollektion für die Spiele in Peking präsentiert. Eine halbe Million Euro kosten die schönen, neuen Kleider... In Düsseldorf haben die Sportler ungewohntes Terrain betreten, es ist nicht das erste Mal in diesen Wochen. Leistungen, Stand der Vorbereitung, die Form - all das ist Nebensache, denn an politischen Statements kommt keiner vorbei. "Leider", wie Hockey-Olympiasiegerin Marion Rodewald sagt, die vor ihren dritten Spielen steht. Die Sportler fühlen sich von den Fragen nicht bedrängt, auch wenn sie gern über andere, sportliche Dinge reden würden. "Sport und Politik sind nicht zu trennen. Dessen sind wir uns bewusst", erklärt Marion Rodewald. Jetzt gehe es darum, die Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees abzuwarten, dann könne jeder entscheiden ob und wie er protestiert..."
Südwest Presse, 2. Mai 2008

Das olympische Gewissen
"Olympia ist das Größte für alle Sportler!" Marion Rodewald, 31, spricht aus Erfahrung. Sie ist Spielführerin der Deutschen Frauen-Hockey-Nationalmannschaft. 2004 gewann sie mit ihrer Mannschaft Gold in Athen. Den Erfolg will sie bei den Olympischen Spielen in Peking wiederholen: "Vier Jahre bereitest du dich darauf vor. Im letzen halben Jahr haben wird die Trainingseinheiten intensiviert. Das ganze Denken kreist nur noch um Olympia, und es macht dich einfach stolz, dass du für Deutschland antreten darfst." Ein Hochgefühl, dass seit der Niederschlagung des tibetischen Protests gegen China gelitten hat. Durch die internationalen Aufrufe zum Boykott der Olympischen Spiele sehen sich Olympioniken wie Marion Rodewald plötzlich selbst in der politischen Verantwortung. "Die Kritik an der autoritären chinesischen Führung, der Vergleich mit den Olympischen Spielen im nationalsozialistischen Berlin 1936, der Vorwurf, dass man durch die Teilnahme ein Unrechtssystem unterstütze, das alles macht nachdenklich, manchmal auch mürbe", sagt sie. Für Marion Rodewald ist ganz klar: Der Sport ist plötzlich zum Politikum geworden. "Viele Sportler wie ich geraten dadurch in einen inneren Konflikt, von dem ich nicht weiß, wie ich ihn lösen kann."
WDR, 20. April 2008

Tibet-Krise: Das Dilemma der Peking-Fahrer
"... Und für Marion Rodewald, die Kapitänin der Hockey-nationalmannschaft, die 2004 in Athen Gold gewann und 2008 in Peking wieder aufs Treppchen will, sind "Provokationen nicht unbedingt geeignet, Probleme zu lösen". Es gebe so viel Ungerechtigkeit und Gewalt auf der Welt, sagt die Hockey-spielerin, "da müssten wir jeden Tag gegen alles Mögliche protestieren". Das mag ein wenig so klingen, als imprägniere sich die Kaste Leistungssport gegen ethische Bedenken, um uneingeschränkt und unbeeindruckt die eigenen sportlichen Ziele verfolgen zu können. Aber Marion Rodewald sagt auch, das Schicksal der Tibeter sei ihr alles andere als gleichgültig: "Ich lehne die Gewalt gegen die Tibeter ab. Aber ich habe eben das Gefühl, dass wir Sportler wenig Möglichkeiten haben, das zu ändern."
Frankfurter Rundschau, 26. März 2008

Der große Bruder half: Marion ist vom Hockeysport fasziniert
"... Die Frage nach ihrer sportlichen Leidenschaft haben die zahlreichen Sportlerinnen, die seit Jahren aus ganz Deutschland zu den EWR-Hockey-Tagen nach Worms kommen, längst für sich beantwortet... Die WZ hat mit Marion Rodewald von Rot-Weiß Köln, der Kapitänin der Deutschen Hockey-Nationalmannschaft der Frauen, gesprochen.
Wie kamen Sie zum Hockey? Und warum sind Sie hängen geblieben?
MR: Zum Hockey kam ich mit sechs Jahren, durch meinen Bruder Robert, der in der Schule Hockey gespielt und sich einen Verein gesucht hat. Ich bin als kleine Schwester einfach einmal mitgegangen und habe mit den Jungs gespielt. Von Anfang an hat es mir Spaß gemacht, dem Ball hinterher zu rennen. Die Verbindung Schläger - Ball hat mich wahnsinnig fasziniert. Schon bald habe ich mir dann einen eigenen Verein gesucht.
Wie oft steht Hockey bei Ihnen in der Woche im Mittelpunkt?
MR: Derzeit zweimal am Tag. Entweder spielen wir Hockey oder aber wir trainieren Sprints, Kraft und Ausdauer, letzteres beispielsweise durch viel Laufen.
Bei den EWR-Hockey-Tagen kommt die Elite der deutschen Hockey-Frauen in der "Provinz". Wie wichtig sind kleine Vereine wie die TG Worms für den Hockeysport?
MR: Sehr wichtig, weil sie die Basis bilden. Ohne die Basis gäbe es auch keine Top-Mannschaften. Die EWR-Hockey-Tage sind für uns enorm wichtig, weil sie nochmals eine direkte Vorbereitung für die nächste Woche beginnende Bundesliga bilden. Es ist toll, dass die TG Worms so engagiert ist und sich so außerordentlich bemüht, die Hockey-Elite zu begrüßen. Wir kommen immer wieder sehr gerne nach Worms und freuen uns schon auf das diesjährige Turnier."
Wormser Zeitung, 26. März 2008